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Notstromfähigkeit

Notstromfähigkeit bedeutet, dass Ihre PV-Anlage mit Speicher auch bei Stromausfall weiter Strom liefert. Wichtige Verbraucher bleiben versorgt, ohne Generator.

Kurz erklärt

Notstromfähigkeit bezeichnet die Eigenschaft einer Photovoltaikanlage mit Speicher, bei einem Stromausfall ausgewählte Verbraucher weiter mit Strom zu versorgen. Sie ist nicht automatisch in jeder PV-Anlage enthalten und muss bei Planung oder Wechselrichter-Auswahl gezielt berücksichtigt werden.

Was bedeutet Notstromfähigkeit?

Bei einem Stromausfall im öffentlichen Netz wird eine klassische Photovoltaikanlage aus Sicherheitsgründen automatisch abgeschaltet. Das verhindert, dass Strom in das Netz fließt, während Techniker daran arbeiten. Eine notstromfähige Anlage trennt sich in diesem Fall vom Netz und versorgt das eigene Haus weiter, entweder über die PV-Module direkt oder aus dem Stromspeicher.

Wichtig zu unterscheiden: Notstromfunktion ist nicht gleich Inselbetrieb. Ersetzt nur ausgewählte Verbraucher mit kurzer Umschaltzeit, der zweite ersetzt das Netz vollständig.

Drei Stufen der Notstromfähigkeit

Stufe Funktionsweise
Backup-Steckdose Eine separate Steckdose am Wechselrichter liefert bei Ausfall begrenzte Leistung (oft 1 bis 3 kW). Manuelle Aktivierung.
Ersatzstrom (einphasig) Ausgewählte Stromkreise werden bei Ausfall automatisch weiterversorgt. Umschaltzeit unter 1 Sekunde.
Ersatzstrom (dreiphasig) / Inselbetrieb Komplettes Hausnetz wird übernommen. Auch große Verbraucher wie Wärmepumpe oder Wallbox bleiben in Betrieb.

Was bleibt im Notfall versorgt?

Welche Verbraucher im Notstromfall weiterlaufen, hängt von der Speicherkapazität, der gewählten Notstromstufe und der Vorab-Konfiguration ab. Typisch werden folgende Stromkreise priorisiert:

  • Beleuchtung in Wohn- und Verkehrsbereichen
  • Kühl- und Gefriergeräte
  • Internet-Router und Heizungssteuerung
  • Auf Wunsch: Wärmepumpe, sofern dreiphasiger Ersatzstrom vorhanden
  • Notbeleuchtung und Sicherheitstechnik

Geräte mit hohem Anlaufstrom (z. B. Pumpen, Werkzeugmaschinen) müssen vorher geprüft werden.

Vorteile und Nachteile auf einen Blick

Vorteile Nachteile
Versorgungssicherheit bei Netzausfall, ohne Generator Höhere Investition durch spezielle Wechselrichter und Verkabelung
Wichtige Verbraucher (Heizung, Kühlung) laufen weiter Bei Backup-Steckdose nur einzelne Geräte versorgt
Schutz vor finanziellen Folgen längerer Ausfälle (Lebensmittel, Heizung) Speichergröße begrenzt die Überbrückungsdauer
Bei dreiphasigem Ersatzstrom auch Wärmepumpe und Wallbox aktiv Inselbetrieb erfordert sorgfältige Planung der Lastverteilung
Hoher Komfort durch automatische Umschaltung Im Winter mit wenig Sonne nur eingeschränkt nachladbar

Praxis-Tipp aus Augsburg

Bei IntHome prüfen wir bei jeder neuen PV-Planung mit Kunden, ob Notstromfähigkeit gewünscht ist und in welcher Stufe. Wer das Thema bei Erstinstallation mitdenkt, spart später deutlich gegenüber einer Nachrüstung. Besonders im ländlichen Raum um Augsburg, wo Stromausfälle selten, aber bei Sturmlagen vorkommen, ist Ersatzstromfähigkeit ein klares Plus. Sprechen Sie uns in der kostenlosen Erstberatung auf das Thema an.

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Ansprechpartner

Markus Zink

Geschäftsführer